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ABC -Projektbeschreibung

Brücke Ruhrort

Auch die Idee zum Ruhrort-ABC entstand im Ak- KuKiQ des Kreativ.Quartiers Ruhrort. Wesentlicher Ideengeber war Folkert Küppers, der auch für die Realisation der Umsetzung (hier: für die historischen und die Schifffahrt betreffenden Elemente) mitverantwortlich aktiv ist. Die Arbeit am ABC und seine kontinuierliche Veröffentlichung erfolgt über die gesamte Projektlaufzeit.

Primäre Basis der Maßnahme ist eine Befragung der alteingesessenen Ruhrorter*innen sowie zugleich gegenwärtig in Ruhrort lebenden Binnenschiffhrer*innen, Logistiker*innen etc. zu ihnen einfallenden Begriffen mit den Anfangsbuchstaben A, B, C ..., die zu einem Schiffs-ABC führt. Schon dieses ist nicht nur historisch, sondern zugleich aktuell. Sein Ergebnis wird als Plakat von Primär-Worten (ein ausgewähltes je Buchstabe) im Rahmen von Ruhrort 300+2 veröffentlicht.

Zusätzlich erfolgt eine weitere Befragung zu nicht an die Schifferei gebundenen Worten zu Ruhrort, insbesondere als Kreativ.Quartier. Je Buchstabe entsteht so eine Begriffs-Liste, welche das Quartier durch alle Zeiten hindurch und inhaltlich ebenso divers, damit aktuell gültig beschreibt. Eine Gruppe von Autor*innen verfasst auf dieser Basis 26 verschiedene Texte, welche je einen spezifischen Blick auf das aktuelle Ruhrort erheischen lassen. Veröffentlicht werden sie im Rahmen von „Ruhrort 300 +“ nach und nach im Quartier – und zeitgleich auf www.ruhrort-abc.de.

Die Veröffentlichungen in Ruhrort erfolgen in Form von dauerhaft installierten Schautafeln, welche in einheitlichem Design an 26 verschiedenen Orten im Kreativ.Quartier dauerhaft installiert werden – wie anderenorts (und auch in Ruhrort) Info-Tafeln zur Geschichte eines Hauses, eines Platzes etc. am jeweils behandelten Ort.

In Ruhrort stehen diese neuen Tafeln zudem in einem Dialog mit den 2010 installierten Video-Stelen. Diese gewähren Blicke ausschließlich in die Vergangenheit Ruhrorts, das Ruhrort-ABC dagegen zugleich in die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft des Kreativ. Quartiers.

Das Design der Tafeln wird einheitlich und damit sofort erkennbar sein. In seinem oberen Drittel besteht es aus zeitgenössischen Fotografien der vielen in Ruhrort aktiven Fotrograf*innen – sie entscheiden sich anhand der Wortliste oder auch des ihnen bereits bekannten Textes für ein fotografisches Motiv/Bild.

Die Texte werden je unterschiedlichen Charakters sein, je die literarische Handschrift des/der jeweiligen (namentlich genannten) Autor*in tragen. Sprachlich begabte Autor*innen gibt es in Ruhrort ähnlich viele wie begabte Fotograf*innen, viele davon sind bereits Mitaktive bei „Ruhrort 300 +“. Es ist zudem unser Bestreben, für je mindestens einen Text auch besondere Autor*innen zur Mitarbeit zu gewinnen: so z.B. die Autorin des Ruhrort- Krimis „Das rote Licht des Mondes“, Silvia Kaffke, den Autor des auch in Ruhrort spielenden Romans „Ruß“, Feridun Zaimoglu (vgl. oben: „Erzählungen, Lesungen, Performances im Quartier“), und die international bekannte Lyrikerin Barbara Köhler, Nachbarin des Lokal Harmonie.

Die bis Ende 2016 peu á peu im Quartier erfolgenden Veröffentlichungen der Tafeln erfahren je eigene öffentliche Aufmerksamkeiten. Entweder im Kontext einer an diesem Ort stattfindenden Veranstaltung oder als solitäre Feierlichkeit.

Die Orte der Installation sind stets solche, die auch im Text der Tafel berücksichtigt sind. So zum Beispiel für die Buchstaben A = Aletta-Haniel-Gesamtschule, B = Binnenschifffahrtsmuseum, C = Christengemeinde Ruhrort, D = Duisport, E = Engelsburg, F = Fahnenmast, G = Gemeindehaus Ruhrort, H= Hafenkids oder Haniel ... Die Auswahl der Orte ist Teil des Projekts.<

Zugleich zur real erlebbaren wächst und vollendet sich das Ruhrort-ABC digital auf www.ruhrort-abc. de. Mit seiner im realen Stadtteilraum wachenden Schwester ist diese Plattform via QR-Codes verbunden.

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